BMF-Schreiben 2025 zu Kryptowerten erklärt: Was sich geändert hat und was das Finanzamt jetzt sehen will
Veröffentlicht: 2026-02-25 · Aktualisiert: 2026-02-25 · 11 Min.
Mit dem BMF-Schreiben vom 06.03.2025 hat das Bundesministerium der Finanzen seine Hinweise zur ertragsteuerrechtlichen Behandlung bestimmter Kryptowerte aktualisiert und dabei erstmals deutlich stärker die Steuererklärungs-, Mitwirkungs- und Aufzeichnungspflichten in den Vordergrund gestellt.
Für dich als Nutzer heißt das: Es geht nicht mehr nur um "Wie wird besteuert?", sondern konkret um "Wie belege ich es prüfbar?".
Die wichtigsten Neuerungen in der Praxis (kompakt erklärt)
- 1. "Kryptowerte" als Begriff und Prüfobjekt: Das Schreiben nutzt den Begriff "Kryptowerte" und gibt damit den Rahmen vor, in dem Finanzämter Transaktionen, Bestände und Erträge prüfen.
- 2. Mitwirkungs- und Aufzeichnungspflichten sind jetzt zentral: Transaktionen müssen vollständig, plausibel und nachvollziehbar dokumentiert werden.
- 3. DeFi/DEX wird zum auslandsnahen Compliance-Thema: Für dezentrale Handelsplätze und DeFi-Sachverhalte wird in der Praxis häufig ein Auslandssachverhalt angenommen; dadurch steigen regelmäßig die Anforderungen an die Mitwirkung.
- 4. Steuerreports sind möglich, aber nur bei Schlüssigkeit: Reports aus Tools können akzeptiert werden, wenn sie plausibel, vollständig und widerspruchsfrei sind.
- 5. Kursermittlung: Konsistenz schlägt Perfektion: Vereinfachungen (z. B. tagesbezogene Kurse) sind möglich, wenn Quelle und Methodik konsistent dokumentiert sind.
- 6. Stichtag und Bestände als zentraler Trigger: Finanzämter fragen in der Praxis häufig Bestände zu einem Stichtag (typisch 31.12.) ab.
Was Finanzämter typischerweise sehen wollen (Checkliste)
- A) Transaktionsnachweise: vollständige Transaktionsliste je Wallet/Exchange (inkl. Fees), Zuordnung der Vorgänge (Buy/Sell/Swap/Transfer/Claim/Stake/Unstake), Tx-Hashes oder eindeutige Börsen-IDs.
- B) Kursquelle und EUR-Umrechnung: dokumentierte Quelle, dokumentierte Regel (Tageskurs/Zeitpunkt/Schlusskurs), konsistente Anwendung über das gesamte Jahr.
- C) Ownership / Wallet-Zuordnung: nachvollziehbare Belege, dass die Adresse dir zugeordnet werden kann (z. B. signierte Nachricht, CEX-Abhebungsbelege, Wallet-Export/Backup, konsistente Transaktionspfade).
- D) Plausibilitätslogik: Transfers zwischen eigenen Wallets als Transfers kenntlich machen; DeFi-Positionen in nachvollziehbare Ereignisse übersetzen (Einzahlung, Auszahlung, Reward).
Produkt-Hook: Wo ein Stichtags-Balance-Tool echten Wert liefert
Der größte praktische Engpass sind historische Bestände zum 31.12. über mehrere Wallets und Chains hinweg. Genau hier liefert ein Stichtags-Balance-Service echten Mehrwert: historische Wallet-Bestände berechnen und daraus ein finanzamtkonformes Nachweis-Paket erzeugen.
Call-to-Action (Einbausteine für den Artikel)
- Wallet-Bestände zum 31.12. in 2 Minuten berechnen
- Finanzamt-Nachweis-PDF generieren (Wallets, Stichtag, Kursquelle, Summen)
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Snippet-FAQ
Welche Kursquelle ist "okay"?
Entscheidend ist, dass die Quelle dokumentiert und konsistent verwendet wird.
Reicht es, dem Finanzamt nur meine Wallet-Adresse zu geben?
In der Praxis meist nicht, weil sonst die Zuordnung (Ownership) und die Ereignislogik fehlen.
Sind Steuerreports automatisch akzeptiert?
Nur wenn sie plausibel, vollständig und widerspruchsfrei sind.
Quellen
Nachweise direkt vorbereiten
Wallet-Adresse eingeben, Stichtag wählen, CSV/Word-Nachweise exportieren.